Jede Frau sieht mit gesundem Haar schöner aus als mit strohigem, struppigem oder glanzlosem. Damit Dein Haar dauerhaft kräftig und glänzend bleibt, habe ich Dir hier die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die Du beachten solltest, wenn du geschädigtes Haar hast.

Total kaputte Haare: was tun?

Lass sein, was Dein Haar schädigt!

Wenn Du brüchige und kraftlose Haare hast und nicht auf Deine täglichen Stylingrituale, wie Glätten, Föhnen oder Blondieren, verzichtest, ist jede Pflege quasi sinnlos. Das Haar wird durch strapaziöses Hairstyling jeden Tag aufs Neue zerstört und kann sich nicht wirklich erholen.

 

At The Hairdresser's

Ich weiß genau, wie schwierig dies ist. Dennoch rate ich Dir: Versuche es und mach Dir zum Beispiel einfache Hochsteckfrisuren. Probiere, Aufheller und Bleichmittel gegen Farbe zu ersetzen und statt des ständigen Einsatzes Deines Lockenstabs die Haare beispielsweise mit Hilfe von Lockenwicklern in Form zu bringen. Wenn Du von Locken träumst, ist dies besser als Dir eine Dauerwelle machen zu lassen oder Deine Haare mit Hitze zu stylen.

   Schneide stark beschädigtes Haar gründlich ab!

Leider lässt sich ein radikaler Haarschnitt nicht vermeiden, wenn Deine Haare extrem zerstört sind. Greifst du nicht zur Schere (oder lässt dies den Friseur nicht machen), werden Deine Haare im Laufe der Zeit brechen und Du bekommst ohnehin kurze Haare.

Wenn Du keine Kurzhaarfrisur haben möchtest, weil Du an Deinen langen Haaren hängst, gehe schrittweise vor. Schneide Stück für Stück immer mehr des beschädigten Haares ab. Nur so kannst Du neues, vollständig gesundes Haar nachwachsen lassen.

    Achte auf die Temperatur!

Sehr beschädigtes Haar lässt Du am besten an der Luft trocknen. Verzichte auf alle Fälle lange Zeit auf den Föhn, Lockenstab und auf das Glätteisen. Versuche Hairstyling-Methoden zu finden, die keine hohen Temperaturen benötigen. Wenn Du Deine Haare jedoch mit Hitze behandelst, verwende immer Hitzeschutz-Produkte!

Hilfe für geschädigtes Haar

   Wasche Deine Haare vorsichtig und schonend!

Die beste Pflege beim Waschen ist Conditioner statt Shampoo. Leider ist diese Variante nicht bei jeder Frau wirksam. Als Haarwaschmittel empfehle ich Dir solche, die haarschonend sind, das heißt, die ohne Sodium Lauryl beziehungsweise Laureth Sulfat (SLS beziehungsweise SLES) auskommen, wie zum Beispiel Minerals Schlamm-Shampoo ohne SLS und SLES von Minerals. In kosmetischen Produkten sorgen SLS und SLES für eine gründliche Reinigung und viel Schaum.

 

Sodium Lauryl Sulfate sind Chemikalien, die als Reinigungssubstanzen eingesetzt werden und häufig Verursacher für Allergien sind. SLS irritiert die Haut, reizt diese und kann zu Jucken, Rötungen oder Schuppen führen. SLES  sind Sodium Laureth Sulfate, die jedoch etwas weniger aggressiv zur Haut sind. Allerdings trocknen SELS die Kopfhaut und das Haar sehr stark aus.

Ich empfehle Dir beim Haarewaschen die Methode Conditioner-Wash-Conditioner (CWC) anzuwenden. Auf diese Art wasche und pflege ich mein eigenes Haar ein Mal pro Woche. Erst mache ich meine Haare nass, gebe etwas Conditioner mit Honig auf meine Spitzen oder benutze Kokos- oder Argan-Öl.

Danach wasche ich meine Kopfhaut mit einem milden Shampoo. Die Haare werden über die gesamte Länge automatisch mitgewaschen, wenn ich über die Kopfhaut das Haar mit warmem Wasser abspüle. Indem das Wasser von oben herabfließt, wird das Shampoo verdünnt und wäscht das restliche Haar mit. Ich shampooniere also nicht das gesamte Haar, sondern nur die Kopfhaut.

Danach benutze ich eine Feuchtigkeitsmaske für die Haare, die ich nach 30 Minuten ausspüle. Wenn Du eine Haarkur ohne Ausspülen bevorzugst, kannst Du natürlich auch diese verwenden.

Lass die tägliche Haarwäsche weg, wenn sich Deine Haare nicht fettig anfühlen. Tägliches Haarewaschen ist nicht nötig und strapaziert die Haarstruktur.

   Gönne Deinem Haar intensive Pflege!

Benutze nach jeder Haarwäsche eine sanfte Spülung. Außerdem kannst Du 2 bis 3  Mal pro Woche eine spezielle, intensiv pflegende Maske auf Deine Haare auftragen. An solchen Haarkur-Tagen verwende ich meine Lieblings-Wunder-Kur: Honig mit warmem Olivenöl und mit einem Eigelb. Das mische ich zusammen und trage diese selbst gemachte Haarkur auf meine trockenen Haare auf.

Ich umwickle meine Haare mit Klarsichtfolie, binde ein Handtuch darum und lasse meine Spezialkur 1 bis 2 Stunden einwirken. Danach wasche ich meine Haare aus, benutze etwas Spülung und lasse die Haare lufttrocknen. Gerne verwende ich auch andere Masken, Haarkuren, Öle und Pflegeprodukte.

   Verwende reichlich Öl!

Am Anfang rate ich Dir, so oft Du kannst und vor allem vor jeder Haarwäsche, ein Öl aufzutragen. Am besten wirken meiner Erfahrung nach Kokos-Öl, Babassu-Öl, Palm-Öl, Shea-Öl, Mango-Öl oder Argan-Öl. Öl kannst Du zum Beispiel ein paar Stunden vor dem Waschen einwirken lassen und selbst nach dem Waschen gib ein paar Tropfen auf die Spitzen (das meine ich wörtlich – nicht mehr!).

 

 Kämme Deine Haare mit Bedacht!

Ziehe und zerre niemals am Haar und bürste es immer ohne Kraftaufwand. Ebenfalls solltest Du das Kämmen nasser Haare vermeiden, außer Du hast viele Locken.

Stark wirres Haar kämme ich wie folgt: Zunächst teile ich meine Haare in vier Bereiche und kämme jeden Teil langsam und vorsichtig nacheinander aus. Ich beginne an den Spitzen und arbeite mich schrittweise hoch. Bei verknotetem, stark ineinander verwirbeltem Haar trenne ich das Haar nur sanft mit den Fingern und zerre weder daran noch bürste ich Verknotungen aus.

Dazu brauchst Du etwas mehr Zeit, aber dafür schonst Du Deine Haare auf diese Weise. Mit dieser Methode gelingt es mir, nicht ein einziges Haar auszureißen.

   Schneide regelmäßig Deine Spitze!

Wenn Du Spliss in den Haarspitzen nicht regelmäßig schneidest, setzt er sich immer weiter nach oben fort. Optimal ist ein Spitzenschnitt, der circa alle 6 Wochen durchgeführt wird. Gehe zu einem Friseur Deines Vertrauens, bei dem Du wirklich nur die Spitzen schneiden lassen kannst.

Lass Dich nicht mit Phrasen ködern oder verunsichern, dass Dein Haar angeblich „schwer zerstört“ sei und alles abgeschnitten werden müsse. Je besser Du Deine Haare kennst, umso eher kannst Du selbst beurteilen, wie stark der Schaden an Deinen Haaren ist. In der Regel genügt ein regelmäßiger Spitzenhaarschnitt, um die Haare gesund zu erhalten.

Wenn Dir jedoch all diese Pflegehinweise zu viel und zeitaufwendig erscheinen, schneidest Du das gesamte beschädigte Haar am besten vollständig ab und lässt sie nachwachsen. Oder verlängern 😉

 

Ich grüße Dich herzlich

Deine Ewa